Felt Club
Sprache: Deutsch

Mau-Mau Regeln

Mau-Mau ist das Ablegespiel, das fast jeder kennt: Wer zuerst alle Karten los ist, gewinnt. Hier stehen die klassischen Regeln, wie sie viele Runden in Deutschland spielen, dazu die bekanntesten Hausregeln.

Kurz erklärt in fünf Punkten

  1. Jeder bekommt 5 Karten, eine Karte liegt offen in der Mitte, der Rest ist der Ziehstapel.
  2. Reihum legst du eine Karte, die zur obersten passt: gleiche Farbe oder gleicher Wert.
  3. Kannst oder willst du nicht legen, ziehst du eine Karte; passt sie, darfst du sie gleich legen.
  4. Sonderkarten: Die 7 lässt den Nächsten zwei Karten ziehen, die 8 lässt ihn aussetzen, der Bube wünscht eine Farbe, mit dem Ass bist du noch einmal dran.
  5. Hast du nur noch eine Karte, sagst du „Mau“, mit der letzten „Mau-Mau“. Wer zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt.

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Die Regeln im Detail

Auf einen Blick

Spieler
2 bis 5
Karten
32 Karten, von 7 bis Ass
Auf der Hand
5 Karten je Spieler
Wenn nichts passt
Eine Karte ziehen. Passt sie, darfst du sie gleich legen. Ziehen darfst du auch, wenn du legen könntest.
Ansagen
„Mau“, wenn du nur noch eine Karte hast, „Mau-Mau“ mit der letzten. Vergessen kostet 2 Strafkarten.
Letzte Karte
Darf keine Sonderkarte sein (7, 8, Bube, Ass).

Ziel des Spiels

Wer zuerst alle Handkarten abgelegt hat, gewinnt die Runde. Es zählt nicht, wer die höchsten Karten hat, sondern wer seine Karten am geschicktesten loswird.

Vorbereitung und Geben

Gespielt wird mit einem Blatt aus 32 Karten von 7 bis Ass, wie beim Skat. Jeder bekommt 5 Karten verdeckt. Die nächste Karte kommt offen in die Mitte; sie ist die Startkarte. Die übrigen Karten bilden den verdeckten Ziehstapel.

In Felt Club ist die Startkarte immer eine gewöhnliche Karte, damit keine Sonderkarte schon vor dem ersten Zug wirkt. Wer beginnt, wechselt von Runde zu Runde.

Ablauf

Gespielt wird reihum im Uhrzeigersinn. Wer an der Reihe ist, legt eine passende Karte auf die oberste Karte der Mitte: gleiche Farbe (Herz auf Herz) oder gleicher Wert (Dame auf Dame).

Kannst du nicht legen, ziehst du eine Karte vom Stapel. Passt sie, darfst du sie sofort legen, sonst ist der Nächste dran. Bei den klassischen Regeln darfst du auch ziehen, wenn du legen könntest, etwa um eine Sonderkarte aufzuheben.

Ist der Ziehstapel leer, wird der Ablagestapel bis auf die oberste Karte gemischt und wird zum neuen Ziehstapel.

Sonderkarten

Diese Karten haben bei den klassischen Regeln eine Wirkung. Alle anderen sind gewöhnliche Karten.

KarteWas sie bewirkt
SiebenDer Nächste zieht 2 Karten, damit ist sein Zug vorbei. Hat er selbst eine Karte dieses Werts, legt er sie darauf, und der Übernächste zieht 4.
AchtDer Nächste setzt aus.
BubeDu wünschst dir eine Farbe; der Nächste muss sie legen oder ziehen. Liegt auf jeder Karte, nur nicht auf einer anderen Wunschkarte.
AssDu bist gleich noch einmal dran.

Sonderkarten im Detail

  • Sieben: Der Nächste zieht zwei Karten, damit ist sein Zug vorbei. Hat er selbst eine Sieben, legt er sie darauf; dann zieht der Übernächste vier, nach drei Siebenen sechs und so weiter.
  • Acht: Der Nächste setzt einmal aus. Er zieht keine Karten, er ist nur nicht dran.
  • Bube: Er liegt auf jeder Karte, nur nicht auf einem anderen Buben. Wer ihn legt, wünscht sich eine Farbe; der Nächste muss diese Farbe legen oder ziehen.
  • Ass: Wer ein Ass legt, ist gleich noch einmal dran und legt eine weitere passende Karte oder zieht.

Mau und Mau-Mau

Legst du deine vorletzte Karte, sagst du „Mau“. Legst du die letzte, sagst du „Mau-Mau“. Vergisst du die Ansage und jemand bemerkt es vor dem nächsten Zug, ziehst du zwei Strafkarten. Bei einem vergessenen „Mau-Mau“ geht die Runde dann mit deinen Strafkarten weiter.

In Felt Club sagst du „Mau“ mit einem Tipp beim Legen; die anderen können eine vergessene Ansage aufdecken.

Ende und Wertung

Die Runde endet, sobald jemand seine letzte Karte gelegt hat. Diese letzte Karte darf keine Sonderkarte sein: Mit einer 7, einer 8, einem Buben oder einem Ass kann man nicht ausmachen. Bleibt dir nur noch eine Sonderkarte, musst du ziehen.

Spielt ihr mehrere Runden, zählen die Karten, die die anderen noch auf der Hand haben, als Minuspunkte: Bube 20, Ass 11, König, Dame und Zehn je 10, die übrigen Karten ihren Zahlenwert. Wer am Ende die wenigsten Punkte hat, gewinnt.

Die Angaben „Auf einen Blick“ und die Tabelle kommen direkt aus den Standardregeln der App (Vorlage MM-001).

So spielt man es auch

Fast jeder Tisch hat eigene Hausregeln. Diese Varianten sind in Felt Club als Vorlagen dabei:

  • Crazy Eights MM-002

    Die amerikanische Art mit 52 Karten: Nur die 8 ist eine Sonderkarte, sie liegt auf allem und wünscht eine Farbe, und wer nicht legen kann, zieht, bis eine Karte passt.

  • Ocho loco MM-003

    Die spanische Art mit 52 Karten und 7 Handkarten: Die 8 wünscht eine Farbe und liegt auf allem, die 2 lässt zwei Karten ziehen und ist stapelbar.

  • Huit américain MM-004

    Die französische Art mit 52 Karten und 7 Handkarten: Die 8 wünscht, das Ass lässt aussetzen, mit der 10 legst du nochmal, die 2 lässt zwei ziehen und der Bube dreht die Richtung.

  • Kinderleicht MM-005

    Für Kinder: Die 7 lässt nur eine Karte ziehen, die 8 setzt aus, der Bube wünscht und passt auf alles, gleiche Werte dürfen zusammen gelegt werden, und es gibt weder Ansage noch Strafe.

In der App wählt ihr die Vorlage vor der Partie aus. Unter „Regeln bearbeiten“ passt ihr jede Regel an, speichert sie und teilt sie mit eurer Runde.

Ausprobieren

Was darfst du legen?

Oben liegt die Herz Dame. Welche deiner Karten darfst du legen?

In der Mitte

Auflösung
  • Richtig. Herz König: gleiche Farbe, Herz auf Herz.
  • Richtig. Pik Dame: gleicher Wert, Dame auf Dame.
  • Falsch. Karo Neun: weder Herz noch Dame.
  • Richtig. Kreuz Bube: Der Bube liegt auf jeder Karte außer auf einem Buben.
  • Falsch. Pik Sieben: Auch eine Sonderkarte muss passen: Die Sieben liegt nur auf Pik oder auf einer Sieben.

Nach dem Buben

Dein Vorgänger hat den Kreuz Buben gelegt und sich Herz gewünscht. Was darfst du jetzt legen?

In der MitteGewünscht: Herz

Auflösung
  • Richtig. Herz Acht: Herz ist gewünscht; die Acht lässt außerdem den Nächsten aussetzen.
  • Falsch. Kreuz Neun: Kreuz zählt nicht mehr, gewünscht ist Herz.
  • Falsch. Pik Bube: Bube auf Bube ist bei den klassischen Regeln nicht erlaubt.
  • Richtig. Herz Ass: Herz passt zum Wunsch, und mit dem Ass bist du gleich noch einmal dran.
  • Falsch. Karo König: Karo ist nicht gewünscht.

Fragen und Antworten

Darf man Bube auf Bube legen?

Bei den klassischen Regeln nicht: Der Bube liegt auf jeder Karte, nur nicht auf einem anderen Buben. Viele Runden erlauben es als Hausregel; in Felt Club lässt sich das in den Regeln einstellen.

Kann man auf eine Sieben eine Sieben legen?

Ja. Dann muss der Nächste vier Karten ziehen, nach drei Siebenen sechs. Wer keine Sieben hat, zieht alle Strafkarten auf einmal, und sein Zug ist vorbei.

Darf man mit einer Sonderkarte ausmachen?

Nein, bei den klassischen Regeln darf die letzte Karte keine 7, keine 8, kein Bube und kein Ass sein. Bleibt dir nur noch eine Sonderkarte, musst du ziehen.

Was passiert, wenn man „Mau“ vergisst?

Bemerkt es jemand rechtzeitig, also vor dem nächsten Zug, ziehst du zwei Strafkarten. Hast du „Mau-Mau“ vergessen, ist die Runde noch nicht gewonnen: Sie geht mit deinen Strafkarten weiter.

Muss man legen, wenn man kann?

Bei den klassischen Regeln nicht. Du darfst auch freiwillig eine Karte ziehen. Passt die gezogene Karte, darfst du nur sie legen; sonst ist dein Zug vorbei.

Wer fängt bei Mau-Mau an?

Meist der Spieler links vom Geber, danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. In Felt Club wechselt der Startspieler von Runde zu Runde.

Was passiert, wenn der Ziehstapel leer ist?

Der Ablagestapel wird bis auf die oberste Karte gemischt und umgedreht. Er ist dann der neue Ziehstapel.

Was passiert, wenn die Startkarte eine Sonderkarte ist?

Das regelt jeder Tisch anders. In Felt Club wird immer eine gewöhnliche Karte aufgedeckt, damit niemand vor dem ersten Zug ziehen oder aussetzen muss.

Wie viele Spieler braucht man?

Mau-Mau geht ab zwei Spielern. Mit 32 Karten spielen bei den klassischen Regeln bis zu fünf mit, mit 52 Karten wie bei Crazy Eights auch mehr.

Was ist der Unterschied zwischen Mau-Mau und Crazy Eights?

Crazy Eights ist die amerikanische Verwandte: Gespielt wird mit 52 Karten, und die 8 wünscht eine Farbe, nicht der Bube. Weitere Sonderkarten gibt es dort meist nicht.

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